Worauf muss ich achten, wenn ich bei Smule online Karaoke singe?

Hallo und zunächst einmal vielen Dank, dass Du Dir die Zeit nimmst, bei meinen Smule Online Karaoke Tipps vorbeizuschauen. Ich singe nun schon eine ganze Weile auf Smule und habe gemerkt, dass Neulinge häufig Probleme mit der Smule App und der Tonqualität haben. Aus diesem Grund versuche ich mich an meine ersten Anfangsprobleme zurückzuerinnern und möglichst viel an euch weiterzugeben. Vielleicht bleibt euch so die ein oder andere unangenehme Hürde erspart!

Das allererste worauf Du bei Smule achten musst ist wie Du aufnimmst. Zunächst solltest Du Dir bewusst sein, an welcher Stelle sich bei Deinem Headset das Mikrofon befindet. Je direkter Du Richtung Mikrofon singst, desto klarer und weniger dumpf wird Dein Klang. Auch solltest Du harte Berührungen an der Stelle des Mikrofons unbedingt vermeiden, weil sonst Nebengeräusche auf der Aufnahme entstehen. Manche Sänger halten bewusst den Eingang ihres Mikrofons in Richtung ihres Mundes, um den Klang klarer erscheinen zu lassen. Vermeide dabei aber unsanfte Berührungen mit dem Mikrofon-Eingang, denn diese fabrizieren ungewünschte Nebenstörgeräusche. Klingt Deine Stimme auf den Aufnahmen zu dumpf, versuche den Eingang Deines Mikrofons am Headset zu lokalisieren und drehe ihn so, dass Du direkt hinein singst.

Viele Neulinge haben zudem das Problem, dass sie den vorherigen Gesang des Gesangspartners über ihr eigenes Mikrofon ein zweites Mal mit aufnehmen. Dies reduziert die Gesamtqualität des Klanges immens! Das passiert vor allem dann, wenn sich der Lautsprecher nah am Mikrofon befindet. Wenn ihr beispielsweise ganz ohne Kopfhörer aufnehmt, würde das komplette Musikstück relativ laut über die Handylautsprecher abgespielt. Dieser Klang über die Handylautsprecher wird über das Mikrofon des Handys bzw. Headsets erfasst und wandert dadurch ein zweites Mal - allerdings in Handylautsprecherqualität - in die Aufnahme. Dadurch verschlechtert ihr nicht nur den Gesamtklang der Aufnahme, sondern vor allem auch den ursprünglichen Gesang eures Gesangspartners. Dieser wird darüber höchstwahrscheinlich nicht übermäßig erfreut sein.

Vermeidet es also unbedingt, ohne Kopfhörer zu singen! Bei der Aufnahme darf nur eure eigene Stimme über das Mikrofon aufgenommen werden. Es darf keine Instrumentalmusik im Hintergrund zu hören sein und auch nicht der Gesang des Gesangspartners. Diesen müsst ihr ausschließlich selbst über die Kopfhörer hören - nur für euch und nicht für das Mikrofon erfassbar. Vermeidet es ebenso, dass Kopfhörer- bzw. Headsetklang über das Mikrofon noch einmal mit aufgenommen wird. Das passiert zum Beispiel auch dann, wenn ihr nur einen einzigen Kopfhörerstöpsel im Ohr habt und der andere lose baumelt. Befindet sich dieser zu nah am Mikrofonaufnahme-Bereich tritt nämlich dasselbe Problem auf. Seid euch also bewusst, dass nichts anderes außer dem Klang eurer eigenen Stimme bei der Aufnahme ins Mikrofon gelangen darf! Haltet notfalls den losen Kopfhörerstöpsel zu, so dass keine Töne vom Mikrofon aufgenommen werden können.

Bitte beachtet auch, dass bei Smule keine Bluetooth Headsets wie die Apple AirPods unterstützt werden. Bluetooth Verbindungen haben eine minimale zeitliche Verzögerung, die es aber beim Singen bereits verhindert, auf den Punkt singen zu können. Aus diesem Grund ist von der Verwendung von Bluetooth Headsets - selbst wenn sie technisch unterstützt würden - bei Smule abzuraten.

Bei einigen Android-Handys scheint es zudem vorzukommen, dass das Anstecken eines Headsets das interne Mikrofon nicht abschaltet. Auch das kann dazu führen, dass der Sound des Gesangspartners über euer eigenes Handy ein zweites Mal mit aufgenommen wird. Zieht also auch das als mögliche Fehlerquelle in Betracht. Es ist bei Smule absolut verpöhnt, die ursprüngliche Klangqualität des Gesangspartners zu verschlechtern. Wundert euch von daher nicht, falls es dafür keinen Like gibt.

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere von euch an DSDS (Deutschland sucht den Superstar), wo es absolut verpöhnt ist, wenn Casting Kandidaten mit Kopfhörern singen. Der entscheidende Unterschied ist: Bei Smule wird euer eigener Gesang über die Kopfhörer mit abgespielt. Dadurch hört ihr euch selbst wie ihr singt und ob ihr die Töne trefft oder nicht. Während des Singens könnt Ihr über das Lautstärkesymbol am unteren Bildschirmrand in Prozent einstellen wie laut Ihr euren eigenen Gesang hören möchtest. Spielt man per Handy über einen Musikplayer einen Song ab und singt (ohne Smule) dazu, dann hört ihr euren eigenen Gesang nicht über die Kopfhörer und könnt euch nicht selbstrefkletieren, ob ihr richtig singt. Wenn euer eigener Gesang über die Kopfhörer mit ausgegeben wird, dann ist es aber in Ordnung - und auch praktikable Praxis in Musikstudios.

Wie stelle ich Sound, Effekte und Lautstärke richtig ein?

Nach einiger Zeit bei Smule bin ich dazu übergegangen, mich im Normalfall auf zwei Effekte zu beschränken: Zum einen Polish und zum anderen Super Studio. Da ich inzwischen mein Mikrofon gut kenne, weiß ich inzwischen, dass ich im Falle meines Mikrofons die Lautstärke für Polish zunächst auf -8.0 stelle und bei der Verwendung von Super Studio auf -4.5. Diese Einstellungen hängen mit meinem Setup zusammen und werden im Falle eures Setups (mit einem anderen Headset, Mikrofon etc.) von meinen Werten abweichen. Jeder Effekt beeinflusst die Lautstärke eures Gesangs individuell.

Je nach verwendeten Effekt höre ich mir dann den Song auszugsweise mit der eingestellten Lautstärke an. Wenn ich bei einem Gesangspartner dazusinge, dann richte ich meine Lautstärke nach der Lautstärke des Gesangspartners aus. Wenn ich zu einem Instrumentalstück ohne bereits vorhandenen Gesangspartner dazusinge, verwende ich zunächst meine Lautstärke-Einstellungen, die ich mir gemerkt habe. Dann achte ich darauf, ob das Instrumentalstück lauter oder leiser ist als meine Stimme und reguliere entsprechend nach. Manche Instrumentalvorlagen sind leiser als andere aufgenommen. Hierbei drehe ich meine Stimme ebenfalls etwas leiser. Ist das Instrumentalstück außergewöhnlich laut, stelle ich meine eigene Stimme auch etwas lauter. Dazu höre ich auszugsweise eine leisere und eine lautere Stelle aus dem Lied an. Die Lautstärke stelle ich am Ende so ein, dass meine Stimme in einer lauten Songpassage noch immer verständlich ist, aber für eine leise Passage nicht zu laut.

Hat bereits ein Gesangspartner zum Musikstück gesungen, richte ich meine eigene Lautstärke nicht an die Instrumentalvorlage, sondern an meinen Gesangspartner aus. Auch hier beginne ich zunächst mit den Lautstärkeeinstellungen, die ich mir zum verwendeten Effekt gemerkt habe. Dann höre ich eine Passage, in der nur mein Gesangspartner singt. Dann höre ich zum Vergleich eine Passage an, in der nur ich singe. Anschließend versuche ich meine Stimmlautstärke so nachzujustieren, dass beide Stimmen annähernd identisch laut klingen. Dann höre ich zusätzlich eine Passage, in der beide Stimmen gleichzeitig singen. Oftmals ist es so, dass durch die Dynamic Range Compressor Einstellungen von Smule eine Stimme die andere verdrängt. Anhand der gemeinsamen Gesangspassagen kann man dies recht gut beobachten. Wichtig ist, dass hier beide Stimmen möglichst gleich laut zu hören sind. Eine gemeinsame Gesangspassage eignet sich daher sehr gut, um die Lautstärke fein nachzureglieren. Sehr empfehlenswert sind auch eher laute Passagen des Songs, in denen beide Stimmen zu hören sind.

Leider ist es in der Praxis nahezu unmöglich, beide Stimmen identisch klingen zu lassen, sowohl von Lautstärke als auch von den Effekten. Das liegt daran, dass jeder unterschiedliche Mikrofone besitzt und auch Lautsprecher bzw. Kopfhörer unterschiedliche Klangeigenschaften haben, vor allem im Consumer Bereich.

Seid euch bewusst, dass eure Stimme nicht auf jedem Lautsprecher und Headset gleich laut klingt. Mikrofone unterscheiden sich in den Frequenzbänder-Lautstärken. Eure einzige Möglichkeit ist es, einen guten und vernünftigen Mittelweg zu finden. Zudem ist eine Lautstärke-Justierung über HiFi-Lautsprecher erfahrungsgemäß einfacher als über Kopfhörer.

Beschränke Dich daher auf einige wenige Effekte, deren Charakteristik Du kennst. Stelle etwas Hall ein, aber nicht zu viel. Weniger ist hier meist mehr - aber zu trocken klingt es auch nicht gut.

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